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Artikel und Meinungen auf dieser Seite, die nicht direkt von der Palästinensischen Gemeinde Österreich stammen, müssen nicht unbedingt der Meinung der Palästinensischen Gemeinde Österreich entsprechen. Alle Rechte vorbehalten.

 

APA - Meldung:  

Palästinensische Gemeinde reagiert auf Klestils Herzl-Würdigung
Utl.: Kann Österreich auf Geburt der zionistischen Idee stolz sein?

Wien (APA) - Die Palästinenser, die nach ihrer Vertreibung durch Israel in Österreich eine warmherzige Aufnahme gefunden hätten, seien "stolz auf ein gerechtes, humanes und neutrales Österreich - aber nicht auf ein Österreich, das die Idee Theodor Herzls 'Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land' teilt", heißt es in einer Stellungnahme der Palästinensischen Gemeinde, die Bundespräsident Thomas Klestil übermittelt wurde. Der Staat Israel, dessen Politik ihre Wurzeln in der zionistischen Idee habe, betreibe heute so genannte gezielte Tötungen ohne Gerichtsverfahren im Widerspruch zu allen völkerrechtlichen Normen, misshandle die Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten und mache Häuser und Blechbaracken von Flüchtlingen dem Erdboden gleich.

"Glauben Sie, sehr verehrter Herr Bundespräsident, dass Österreich wirklich darauf stolz sein kann, dass die (zionistische) Idee hier entstanden ist?", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben. Die Gründung des Judenstaates in Palästina habe "hunderttausende Opfer, Millionen Flüchtlinge, Krieg und Elend, Vertreibung und Völkermord" zur Folge gehabt. Klestil hatte bei der Eröffnung des fünften Theodor-Herzl-Symposions im Wiener Rathaus erklärt, das Erbe Herzls beschränke sich nicht nur auf ein staatliches Territorium, sondern umschließe auch den Auftrag, überall die Feinde von heute miteinander zu versöhnen und die soziale Gerechtigkeit weltweit zu stärken.

Die Palästinensische Gemeinde in Österreich hatte die Benennung eines Platzes in Wien nach Theodor Herzl (1860-1904), dem Vater des Zionismus, als "Verhöhnung aller palästinensischen und arabischen Opfer der zionistischen Idee" bezeichnet. Auch die Ständige Mission der Arabischen Liga in Wien hatte dagegen protestiert.

 

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