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Artikel und Meinungen auf dieser Seite, die nicht direkt von der Palästinensischen Gemeinde Österreich stammen, müssen nicht unbedingt der Meinung der Palästinensischen Gemeinde Österreich entsprechen. Alle Rechte vorbehalten.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Da ich erst durch verschiedene Zeitungsmeldungen von der Existenz eines "Offenen Briefes" der Israelitischen Kultusgemeinde, der unter anderem auch an mich gerichtet worden ist, erfahren habe, ersuche ich zunächst auch Sie um entsprechende Berücksichtigung und Verbreitung meiner Stellungnahme.

 

"Bis dato ( Freitag 10.5.2002 12 Uhr 30) habe ich den von der Israelitischen Kultusgemeinde unter anderem auch an mich gerichteten "Offene Brief" vom 8.5.2002 nicht erhalten. Offensichtlich ging es den Briefeschreibern nicht um einen Dialog sondern lediglich um eine mehr oder minder pressewirksame Polemik gegen eine willkürlich festgelegte Gruppe von Öffentlichen Funktionären. Als einer der angesprochenen Adressaten werde ich mir - wie es in einem zivilisierten Dialog der Fall sein sollte - sehr wohl erlauben, auch eine direkte und persÖnliche Antwort an die beiden Absender des Briefes zu richten. In der Zwischenzeit erlaube ich mir ebenfalls eine erste Antwort auf dem Wege der APA:

 

So wie den Briefeschreibern offensichtlich entgangen sein dürfte, da� ich mich bereits des Öfteren gegen individuellen Terror wie Bombenanschläge an unbeteiligte Zivilisten ausgesprochen habe, so ist offensichtlich auch mir entgangen, da� die Absender des Offenen Briefes ihrerseits den seit vielen Monaten anhaltenden Terror der israelischen Armee gegen palästinensische Städte und DÖrfer verurteilt haben.

 

Es macht wenig Sinn, eine Diskussion, die bereits unzählige Male geführt worden ist, des publizistischen Gags wegen neu aufzurollen. Daher zum gesamten israelisch-palästinensischen Konflikt nur eine grundsätzliche Festellung: Solange Israel und sich abwechselnde israelische Regierungen die grundlegenden vÖlkerrechtlichen Ansprüche des palästinensischen Volkes negieren und sich - wie dies zuletzt durch Ministerpräsident Sharon wieder mehrfach versucht worden ist - auch noch den Gesprächspartner auf der anderen Seite aussuchen wollen, wird es kaum einen gemeinsamen Nenner für sinnvolle Gespräche geben. Diese Feststellungen zur Person des PLO-Vorsitzenden Arafat, immerhin mit mehr als 80%-iger Mehrheit gewählter Präsident der Palästinensischen Autonomieverwaltung, sowie die anhand des Katz- und-Maus-Spieles der israelischen Regierung mit der UNO bezüglich der vom Sicherheitsrat einstimmig (!) beschlossenen Jenin-Untersuchungskommission zum Ausdruck gebrachte Mentalität zeigen leider den bereits bedenklich weit fortgeschrittenen Realitätsverlust der israelischen Regierung. Dieser Realitätsverlust und die sich daraus seit Jahren, ja Jahrzehnten ergebenden politischen und leider auch militärischen Ma�nahmen Israels sind die primäre Ursache für die dramatische und derzeit fastausgweglose Situation im Nahen Osten.

 

Es wäre daher sicherlich durchaus im wohlverstandenen Interesse Israels, seiner Menschen und auch der nach wie vor au�erhalb Israels lebenden jüdischen Menschen, wenn sich Organisationen wie die Israelitische Kultusgemeinde sehr wohl auch kritisch mit den äu�erst bedenklichen politischen Entwicklungen in Israel

befassten, anstatt ohne Wenn und Aber sich ständig als Propagandisten der militanten Politik der gegenwätigen israelischen Regierung zu betätigen. Letztlich ist es die vÖllig kompromisslose und militante Haltung gerade der von Arik Sharongeführten Regierung, welche für die Eskalation im Laufe der letzten eineinhalb Jahre verantwortlich ist. Ich bin gerne bereit, dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien direkte Kontakte zu der in den letzten Wochen innerhalb und au�erhalb Israels wieder stark anwachsenden israelischen Friedensbewegung zu vermitteln, sollte er dies wünschen."

 

Fritz Edlinger

Generalsekretär

Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen

 

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