Palästina Plattform Österreich Palästina

StaatswappenNationalflagge

Nationalfeiertag: 15. November
Zeitzone: MEZ + 1 h
Telefon-Vorwahl: +970
Olympiakürzel: PLE
Hymne anhören
Aktuelle Nachrichten: Arabisch ++ Deutsch ++ Englisch

 

Aktuelles

 

Bilder
Berichte
Termine
Projekte
Kampagnen

Archiv

Interessantes

 

Rezepte
Gedichte
Spenden
Shopping
Leserbriefe
Daten & Fakten

 

Palästina Info

 

Geschichte
Geographie
Politik
Gesundheit
Bildung
Wirtschaft
Verkehr
Kommunikation
Tourismus
Kunst
Folklore
Film
Musik
Literatur

 

Links

 

Arabische
Deutsche
Englische

 

Kontakt

 

PGO
PAAV
GUPS
Botschaft
Impressum

 

Startseite

 

Suche

 

 

ý 2001-2007 Palästina Plattform Österreich.

 

Artikel und Meinungen auf dieser Seite, die nicht direkt von der Palästinensischen Gemeinde Österreich stammen, müssen nicht unbedingt der Meinung der Palästinensischen Gemeinde Österreich entsprechen. Alle Rechte vorbehalten.

 

An
Frau Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten
Dr. Benita Ferrero-Waldner
Ballhausplatz 1
1010 Wien

 

Offener Brief

 

Wien, 11.7.2004

 

Sehr geehrte Frau Bundesminister!

Die Reaktionen der israelischen, bedauerlicherweise aber auch der US-amerikanischen Regierung auf das Gutachten des Internationalen Gerichtshofes (IGH) bezüglich des „Mauerbaues“ in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten betreffen derartig fundamentale Fragen der internationalen Beziehungen, dass die internationale Staatengemeinschaft diese nicht ohne Weiteres hinnehmen und einfach zur Tagesordnung übergehen darf. Ich erwarte daher eine klare und unmissverständliche Stellungnahme seitens der Österreichischen Bundesregierung aber auch seitens der Europäischen Union.

Diese Stellungnahme sollte nicht nur eine deutliche Zurückweisung der entsprechenden Erklärungen der israelischen und der US-amerikanischen Regierung beinhalten sondern auch die tiefe Besorgnis um eine bedenkliche „Verwilderung“ der Sitten in den internationalen Beziehungen zum Ausdruck bringen.

Besonders erwarte ich mir eindeutige Aussagen zu den folgenden Grundprinzipien, welche in den letzten Jahren nicht zuletzt auch durch einen Überhand nehmenden Unilateralismus seitens weniger Großmächte immer mehr infrage gestellt worden sind:

1. Das Völkerrecht hat als wesentlicher Grundpfeiler der internationalen Beziehungen anerkannt und respektiert zu werden, auch und besonders von Mächten, welche militärisch in der Lage sind, ihre unmittelbaren Interessen selbst durch zu setzen.

2. Im Rahmen der internationalen Beziehungen hat der Grundsatz der friedlichen Lösung von nationalen und internationalen Konflikten beachtet und mit allen Kräften durchgesetzt zu werden. Internationale Konflikte sind grundsätzlich in den dafür vorgesehenen Institutionen, in erster Linie in den Vereinten Nationen, und im Rahmen der entsprechenden Konfliktregelungsmechanismen auszutragen

3. Gewalt und individueller Terror sind auf das Schärfste abzulehnen, unabhängig ob dieser von kriminellen Terrororganisationen oder von Staaten ausgeübt wird.

4. Das im Völkerrecht eindeutig verankerte Selbstbestimmungsrecht der Völker darf nicht als antiquierter Bestandteil der Nachkriegsordnung mehr oder minder ad acta gelegt bzw. selektiv nach jeweils „realpolitischen“ Überlegungen angewandt werden sondern ist nach wie vor als wichtiger Bestandteil des internationalen Rechtes zu betrachten und zu berücksichtigen.

Sehr geehrte Frau Bundesminister, so tragisch und bedauerlich der Anlassfall für das palästinensische Volk, dessen Recht auf Selbstbestimmung neuerlich implizit in Abrede gestellt wird, auch sein mag, so hat er eine weit darüber hinaus wirkende Bedeutung. Die Staaten der arabisch/islamischen Welt sehen sich seit geraumer Zeit von den verschiedensten Seiten her in ihrer Existenz bedroht, und ich verwende bewusst diesen dramatischen Ausdruck. Aufgrund verschiedenster von einer großen Mehrheit der Menschen in dieser Region als einseitig und ungerecht empfundenen Interventionen von Außen aber auch des seit vielen Jahrzehnten nicht gelösten israelisch-palästinensischen Konfliktes droht die Gefahr einer weiteren Eskalation, welche immer mehr Züge eines „clash’ of civilisations“ anzunehmen droht. In dieser Situation ist es nicht zuletzt auch im wohlverstandenen Interesse Europas als unmittelbarer Anrainer der Konfliktregion, klar und unmissverständlich Stellung zu nehmen. Die europäische Stellungnahme muss von Respekt und Anerkennung des Völkerrechtes und von einer klaren Ablehnung spätkolonialistischer und imperialistischer Interessen geprägt sein.

Im Sinne der Bewahrung von Frieden und Stabilität sowie der Achtung von Menschen- und Völkerrecht halte ich es für dringend notwendig, dass sich die Österreichische Bundesregierung und die Europäische Union intensiver mit den Geschehnissen in unserer südlichen Nachbarschaft befassen.

 

Mit vorzüglicher Hochachtung!

 

Fritz Edlinger
Generalsekretär

 

http://www.saar.at

 

zurück

 

 

 

 

Live aus Palästina:

 

Ajyal Radio- Palestine

 

You need Real Player: Download

 

Newsletter abbonnieren:

 

Aktuelles

 

Aktuelle Nachrichten: Arabisch ++ Deutsch ++ Englisch

 

Empfehlungen

 

Al-Fayrooz

Restaurant & Lounge

Dr. Karl Lueger Ring 8

A-1010 Wien

Tel.: 01/533-84-11

www.alfayrooz.at

 

Pizzeria Il Castello - Cafe Segafredo

Pfarrgasse 5

A-2500 Baden

täglich: 11 bis 23 Uhr

 

Mag. Hazem Arafeh

geprüfter Versicherungsfachmann

Mobil: 0676/359-12-90

 

Computer Express - Ing. Hisham El-Kilany

Brigittenauer Lände 38/3

A-1200 Wien

Mobill: 0650/814-46-96

 

Rechtsanwältin

Mag. Chhadeh Renua

Goldschmiedgasse 8

A-1010 Wien

Tel.: 0650/5000-559

E-Mail: anwaltrecht1@chello.at