Erinnerung an Dayr Yasin, 9. April 2007
Von Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich)
Am 9. April 1948 wurde das Dorf Dayr Yasin (heute steht auf diesem Ort in Jerusalem das psychiatrische Krankenhaus Kfar Shaul) von der Irgun und der Stern Gang, zwei nationalistischen jüdischen Milizen angegriffen. Laut "New York Times" vom 13.4.1948 sind damals etwa 100 bis 130 Männer, Frauen und Kinder getötet worden.
Das Massaker löste die Panik aus, die zur Zerstörung von über 450 palästinensischen Städten und Dörfern und zur Flucht von 750.000 PalästinenserInnen führte. Dieser Exodus markierte den Beginn unzähliger Flüchtlingslager innerhalb Palästinas und in den umliegenden arabischen Ländern. Er markierte auch Al-NAKBA (die "Katastrophe"), die Enteignung palästinensischer Menschen, die dadurch sowohl ihres Landes als ihrer Häuser beraubt wurden -- eine ethnische Säuberung, die nun seit 59 Jahren andauert. Der 9. April ist der Tag, an welchem die PalästinenserInnen der Menschen gedenken, die in Dayr Yasin getötet wurden.
Am 59. Jahrestag dieses Massakers - zum Gedenken an die Menschen im palästinensischen Dorf Dayr Yasin möchte die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (Österreich) ihre tiefe Betroffenheit über diese Verbrechen der bewaffneten jüdischen Gruppen äußern.
Auch heute noch leidet Palästina unter schwerster Unterdrückung, dem Raub von Land und Wasser, fehlender Freiheit und einer brutalen Militärbesatzung durch Israel, die im Juni 40 Jahre lang währt.
Es ist unsere Hoffnung, dass durch intensive und wachsende Bemühungen und Solidarität von Seiten vieler Menschen, einschließlich der Jüdinnen und Juden in Israel und auf der ganzen Welt, diese schreckliche Besatzung beendet wird, damit PalästinenserInnen wie Israelis in Frieden und Gerechtigkeit leben können.
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