Flugblatt vom 23.10.2004: Solidarität mit Syrien
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Solidarität mit Syrien!
Seit der Besatzung des Iraks von der amerikanischen und
englischen Armee kommen aus den Pentagon Drohungen gegen Syrien.
Ein deklariertes US- Ziel ist der Umbau der Region nach dem
Krieg, und Richard Perle, einer der Vordenker der Regierung, hat
klar gesagt: Syrien könnte das nächste Land nach dem Irak sein.
Die politische Botschaft an Syrien soll wohl lauten, sich unter
keinen Umständen einfallen zu lassen, den Widerstand des
irakischen Volkes zu unterstützen.
Syrien wird beschuldigt Massenvernichtungswaffen zu besitzen, da
die Amerikaner und Briten keine im Irak fanden, müssen sich die
Waffen nach Denkweise der Besatzer in Syrien befinden.
Gerade Syrien fühlt sich dem Kampf gegen Terrorismus
verpflichtet und tritt für Stabilität im Nahen Osten ein.
Präsident Bush hat versprochen nach dem Irak Krieg sich dem
Nahost Friedensplan, der „Road Map“, zu widmen. Dass er dabei
weitestgehend die Interessen Israels verwirklicht sehen will,
scheint angesichts seiner bisherigen Politik klar.
Israel ist mit seiner Gewaltpolitik, mit der Hilfe der USA,
gegenüber den Palästinensern nicht an Stabilität und Frieden in
der Region interessiert.
Der UN Sicherheitsrat verlangt von Syrien sein Militär aus dem
Libanon, ein befreundetes Land, mit gleicher Kultur und Sprache,
abzuziehen, das seit dem libanesischen Bürgerkrieg dort ansässig
ist. Aber von Israel wird dies nicht gefordert. Keine Rede von
einen Truppenabzug aus den, seit Jahrzehnten, besetzten
palästinensischen Gebieten und den besetzten Golanhöhen in
Syrien.
Syrien soll als der „Böse“ und als Schurkenstaat hingestellt
werden, um von den illegalen israelischen Vorgehen abzulenken
und um Unruhen zwischen arabischen Staaten zu erreichen.
Wir verurteilen die Drohungen der US-Administration gegen
Syrien, die israelische Aggressionspolitik im Nahen Osten und
den Raub des kostbaren Wassers aus Syrien und aus der Westbank!
Wir fordern einen sofortigen Abzug der Besatzungstruppen aus
Palästina und Irak!
Wir rufen alle friedliebenden Menschen zur Solidarität mit
Syrien und Palästina auf!
"Ich kann nicht sagen, dass die Welt sicherer geworden ist,
wenn Sie die Gewalt um uns herum bedenken, wenn Sie die
terroristischen Angriffe in aller Welt sehen, und wenn Sie
sehen, was im Irak los ist"
KOFI ANNAN, Oktober 2004
In einer freien Welt können nicht alle Gegner getötet,
inhaftiert oder besetzt werden.
BILL CLINTON, April 2003
Verband Auslands Syrer, Österreichisches –
Syrisches Ärztekomitee für medizinische Zusammenarbeit
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