Palästinensische Gemeinde Österreich
1090 Wien, Spitalgasse 19/1
Tel.: 0043 1 276 07 92
MA 50 - Rathaus
Benennungskommission
E-Mail:
wv@m50.magwien.gv.at
Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Palästinensische Gemeinde Österreich ist der Meinung, dass die Benennung eines Platzes in Wien nach Herzl, dem Vater des Zionismus, eine Verhöhnung für alle Opfer der zionistischen Idee im palästinensischen Volk und in der arabischen Welt im Allgemeinen darstellen würde.
Die heute von der israelischen Regierung gegen die Existenz des palästinensischen Volkes praktizierende Politik basiert grundsätzlich auf der zionistischen Ideologie. Daher appellieren wir an alle zuständigen Stellen, dass im Interesse des Friedens und des Zusammenlebens der verschiedenen in Wien lebenden Volksgruppen und Religionen davon Abstand genommen wird.
Hochachtungsvoll
Mustafa Abdulhadi
Palästinensische Gemeinde Österreich
www.filastin.at
Dr. med. univ. George Nicola
Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung Österreich
www.filastin.at
Kopie an:
Bürgermeister Dr. Häupl
SPÖ
ÖVP
FPÖ
Grüne
Bezirksvorsteher Innere Stadt Komm.-Rat Grundwalt
APA
Meldung:
Palästinensische Gemeinde in Wien gegen Herzl-Platz
Utl.: "Verhöhnung aller palästinensischen und arabischen Opfer der zionistischen Idee"
Wien (APA) - Die Palästinensische Gemeinde in Österreich würde die Benennung eines Platzes in Wien nach Theodor Herzl (1860-1904), dem Vater des Zionismus, als "Verhöhnung aller palästinensischen und arabischen Opfer der zionistischen Idee" empfinden. In einem am Freitag veröffentlichten Schreiben der Palästinensischen Gemeinde an die Benennungskommission im Rathaus, welches auch Bürgermeister Michael Häupl und den politischen Parteien zur Kenntnis gebracht wurde, heißt es, "die heute von der israelischen Regierung gegen die Existenz des palästinensischen Volkes praktizierte Politik basiert grundsätzlich auf der zionistischen Ideologie".
"Daher appellieren wir an alle zuständigen Stellen, dass im Interesse des Friedens und des Zusammenlebens der verschiedenen in Wien lebenden Volksgruppen und Religionen davon Abstand genommen wird", erklärte die Palästinensische Gemeinde. Nach jüngsten Medienberichten soll unter anderem zur Diskussion stehen, der Freifläche neben der Wiener Albertina den Namen Herzl-Platz zu geben. Im Juli jährt sich zum 100. Mal der Todestag Herzls, dessen Gebeine 1949 auf dem Döblinger Friedhof exhumiert und nach Israel gebracht worden waren.
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