Palästina Plattform Österreich Palästina

StaatswappenNationalflagge

Nationalfeiertag: 15. November
Zeitzone: MEZ + 1 h
Telefon-Vorwahl: +970
Olympiakürzel: PLE
Hymne anhören
Aktuelle Nachrichten: Arabisch ++ Deutsch ++ Englisch

 

Aktuelles

 

Bilder
Berichte
Termine
Projekte
Kampagnen

Archiv

Interessantes

 

Rezepte
Gedichte
Spenden
Shopping
Leserbriefe
Daten & Fakten

 

Palästina Info

 

Geschichte
Geographie
Politik
Gesundheit
Bildung
Wirtschaft
Verkehr
Kommunikation
Tourismus
Kunst
Folklore
Film
Musik
Literatur

 

Links

 

Arabische
Deutsche
Englische

 

Kontakt

 

PGO
PAAV
GUPS
Botschaft
Impressum

 

Startseite

 

Suche

 

 

ý 2001-2007 Palästina Plattform Österreich.

 

Artikel und Meinungen auf dieser Seite, die nicht direkt von der Palästinensischen Gemeinde Österreich stammen, müssen nicht unbedingt der Meinung der Palästinensischen Gemeinde Österreich entsprechen. Alle Rechte vorbehalten.

 

iwps.info, Mai 2005

1) Bauarbeiten an der Apartheid-Mauer in Salfit werden fortgesetzt
2) Der Bauernwiderstand geht weiter
3) Lokalwahlen in Palästina: In sechs Dörfern in Salfit 13 Frauen
gewählt


1) Bauarbeiten an der Apartheid-Mauer werden in der Region Salfit
fortgesetzt Israelisches Höchstgericht hat einstweilige Verfügung aufgehoben

Das Israelische Höchstgericht hat die einstweilige Verfügung
aufgehoben, die die Bauarbeiten an der Apartheid-Mauer in der
östlichen Salfit Region nach Einsprüchen vorläufig gestoppt hatte.
Seit 16. Mai darf also rund um die illegalen Siedlungen Ariel und
Immanuel weitergebaut werden. Dieser Abschnitt der Mauer ist einer
der umstrittensten, da hier die Mauer bis zu 25 km innerhalb der
'Green Line', also der 1948 festgelegten Grenze zwischen Israel und
der Westbank, verläuft.


Das Gericht begründete die Aufhebung der einstweiligen Verfügung
unter anderem damit, dass von den betroffenen Dörfern eingeforderte Informationen über das Ausmass der Beeinträchtigung durch die Mauer, verweigert wurden. Die betroffenen Ortschaften hatten sich zu diesem politischen Schritt entschieden, weil sie befürchten, dass ihre Stellungnahmen missbrächlich ausgelegt werden würden: Nämlich, dass sie nur gegen den Verlauf der Mauer, aber nicht gegen die Mauer als solche Einspruch erheben. Das letzte und entscheidende Hearing bezüglich des Mauerverlaufs in der Region Salfit wird am 21. Juni abgehalten. Aktuelle Karten über den Mauerverlauf können auf der Website des UN's Office for the Coordination of Humanitarian Affairs abgerufen werden:
http://www.humanitarianinfo.org/opt

Datum: 21. Mai 2005


2) Demonstrationen und Bauernwiderstand gegen Mauer in der Region Salfit - 3. und 6. Juni 2005

Das Komitee gegen die Mauer in Salfit rief am 4. Juni 2005 zu einer
Demonstration als gewaltfreien Widerstandsakt gegen die
Wiederaufnahme des Mauerbaus auf. Bewohner der betroffenen Gemeinden werden - unterstützt von internationalen und israelischen AktivistInnen - von Marda nach Kifl Hares marschieren und in diesen Orten jeweils Protestkundgebungen abhalten. In Marda wurden in nur fünf Tagen bereits über 800 Olivenbäume
abgeschnitten. Heute morgen, 6. Juni 2005 sind die Bauern von Marda wieder auf seit Sonnenaufgang auf ihren Feldern. Sie hoffen, die Arbeiter an der Zerstörung ihres Überlebensgutes, dem Olivenbaum, abhalten zu können.


3) Lokalwahlen in Palästina:
In sechs Dörfern in Salfit 13 Frauen gewählt

Am 5. Mai 2005 wurden in 82 Bezirken in der Westbank und im
Gazastreifen Gemeinderatswahlen abgehalten. Das war Runde zwei der geplanten drei Durchgänge von Lokalwahlen in Palästina, die von
Dezember 2004 bis Ende 2005 stattfinden sollen. Es sind dies die
ersten landesweit durchgeführten Lokalwahlen, die unter der Aufsicht von palästinensischen Behörden - des Ministry of Local Government und des Higher Committee for Local Elections - abgehalten werden.

In der Region Salfit wählten sechs Dörfer ihre Gemeindevertretung:
Azzawiya, Bruqin, Deir Balut, Hares, Marda und Salfit. Unter den 66
gewählten RepräsentantInnen sind 13 Frauen. Ein schöner Erfolg für
die kandidierenden Frauen, davor gab es in diesen Gremien insgesamt nur zwei Frauen. Landesweit kamen 172 Frauen (davor 58) in den Gemeinderat, das sind 18 % der RepräsentantInnen. Ein neues Gesetz - das eigentlich bereits davor bestand, aber kaum eingehalten wurde und daher vor diesen Wahlen verschärft wurde - unterstützte den Wahlerfolg von Frauen: In allen Gemeinden, wo Frauen kandidieren, müssen nun zumindest zwei in die Gemeindevertretung gewählt werden.

Reem, erfolgreiche Kandidatin aus Deir Ballut, erklärt, warum die
Präsenz von Frauen in der Politik so wichtig ist: "Frauen und Männer
haben die gleichen Fähigkeiten, also sollten sie auch die gleichen
Rechte haben. Frauen kämpfen für die Rechte von Frauen. Viel mehr als Männer das tun. Aber sie kümmern sich auch gleichermassen um alle anderen im Ort." Um Fadi, eine der zwei gewählten Frauen in Hares, begründet ihre Kandidatur folgendermassen: "Es ist wichtig, dass die Männer nicht für alles allein verantwortlich sind. Warum ich
kandidiert habe? Ich übernehme gern Führung und Verantwortung.
Ausserdem bin ich gut im Organisieren und Durchführen von Projekten." Die neun neugewählten GemeindevertreterInnen von Hares kamen am 14. Mai zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen und bestätigten Sheikh Omar neuerlich in seinem Amt als Bürgermeister des Ortes.

Die Lokalwahlen waren Persönlichkeitswahlen. Eine eventuelle
Parteizugehörigkeit schien auf dem Stimmzettel nicht auf, obwohl von den meisten KandidatInnen bekannt ist, welcher Gruppierung sie nahe stehen oder angehören. In Hares präsentierten sich alle als
unbhängige KandidatInnen. Die meisten von ihnen gelten allerdings als Fatah-nah. In fünf von sechs Gemeinden der Region Salfit errangen Mitglieder der Fatah die Mehrheit im Ort. In Marda ist die
Gemeindevertretung geteilt in PFLP (Popular Front for the Liberation
of Palestine), Fatah, Hamas und Unabhängige KandidatInnen. In manchen Gemeinden kam es auch zu Überraschungen. So sind in
Bethlehem nun fünf Parteien im Gemeinderat vertreten und die Hamas gewann die Mehrheit mit 5 von insgesamt 15 Sitzen. Das ist insofern erstaunlich, da in Bethlehem fast genau so viele Christen wie Muslime leben und es anzunehmen ist, dass Christen nicht die Hamas, eine religiöse Muslim-Partei, gewählt haben. Ein Freund aus dem Dheisheh Flüchtlingscamp kommentiert das Ergebnis: "Es ist mir völlig unverständlich, wieso Menschen, obwohl sie nicht religiös sind, die Hamas wählen." Dass das Ergebnis eine Protestwahl gegen die Fatah sein könnte, lässt er nicht gelten. "Es gibt eine Vielzahl an anderen Parteien, die besser geeignet sind als die Hamas, wenn ich gegen die Fatah stimmen möchte."


Voraussichtlich im Herbst werden die restlichen 206 Gemeinden der
West Bank und Gazas ihren Gemeinderat wählen. Die Nationalratswahlen in Palästina sind für den 17. Juli angesetzt.

Haus-Artikel Nr. 76
Text: Hannah. Übersetzt und gekürzt: Martina, Datum: 21. Mai 2005
Quelle: Higher Committee for Local Elections - documents and
conversations

IWPS
Tel: +972 (0)9 2516644 oder
(Mobil) +972 (0)547 621 431
www.iwps.info

Für deutschsprachigen Raum:
e-mail:
iwpseurope@gmx.net


Vielen Dank für Ihre Spende, um das Projekt aufrechtzuerhalten:

Spendenkonto Österreich: "IWPS-Palästina"
Hypobank Bregenz, Blz 58000
Kontonummer: 10.340935.018
Konto: 10340935018
IBAN: AT87 5800 0103 4093 5018
BIC: HYPVAT2B

Spendenkonto Deutschland: "IWPS-Palästina"
Hypobank Riezlern, Blz 733 11 600
Kontonummer: 0340935.018

Spendenkonto Schweiz: "IWPS Palestine"
POFICHBE. Clearing Number 9000
Kontonummer: 90-183121-8

zurück

 

 

 

 

Live aus Palästina:

 

Ajyal Radio- Palestine

 

You need Real Player: Download

 

Newsletter abbonnieren:

 

Aktuelles

 

Aktuelle Nachrichten: Arabisch ++ Deutsch ++ Englisch

 

Empfehlungen

 

Al-Fayrooz

Restaurant & Lounge

Dr. Karl Lueger Ring 8

A-1010 Wien

Tel.: 01/533-84-11

www.alfayrooz.at

 

Pizzeria Il Castello - Cafe Segafredo

Pfarrgasse 5

A-2500 Baden

täglich: 11 bis 23 Uhr

 

Mag. Hazem Arafeh

geprüfter Versicherungsfachmann

Mobil: 0676/359-12-90

 

Computer Express - Ing. Hisham El-Kilany

Brigittenauer Lände 38/3

A-1200 Wien

Mobill: 0650/814-46-96

 

Rechtsanwältin

Mag. Chhadeh Renua

Goldschmiedgasse 8

A-1010 Wien

Tel.: 0650/5000-559

E-Mail: anwaltrecht1@chello.at