Leserbrief von Martin BRETTERKLIEBER: Besuch des israelischen Botschafters in Graz
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Mit Erschrecken habe ich heute in den Nachrichten gesehen, dass und wie Sie am 4. Oktober 2006 den israelischen Botschafter mit allen Ehren in Graz empfangen haben.
Nachdem der Staat, den dieser vertritt, soeben ein ganzes Land in Schutt und Asche gelegt hat, sich dabei Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben soll, einen österreichischen UN-Soldaten getötet hat und dazu bis jetzt nur dubiose Erklärungen geliefert hat, kann ich die Unterschrift dieser Person in unser Goldenes Buch nur als Besudelung desselben bezeichnen.
Dazu soll nicht vergessen werden, dass Israel noch immer ranghohe palästinensische Politiker als Faustpfand gefangen halt und dem palästinensischem Volk dessen eigene Steuergelder vorenthaltet. Noch
schlimmer: Vor einer Woche wurden sogar palästinensische Wechselstuben geplündert und 6 Mio. Shekel nach Israel abtransportiert. Wahrend die von Israel besetzten Palästinenser hungern und inzwischen auf Schule, Post und Gesundheitswesen verzichten mussen, soll Israel bei uns feiern, denn laut Medienbericht sollen durch Ihre Anbiederung israelische Festivals nach Graz gelockt werden.
Nach der verfehlten Nahostpolitik wahrend des EU-Ratsvoritzes und den halbherzigen Protesten der österreichischen Aussenministerin hatte ich mir wenigstens von Ihnen eine klare Distanzierung von einem Land erwartet, dass so viel Erklärungsbedarf gegenuber Österreich hat.
Mit Entsetzen uber Ihre Handlungsweise
Martin BRETTERKLIEBER
http://members.surfeu.at/bretterklieber
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