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Artikel und Meinungen auf dieser Seite, die nicht direkt von der Palästinensischen Gemeinde Österreich stammen, müssen nicht unbedingt der Meinung der Palästinensischen Gemeinde Österreich entsprechen. Alle Rechte vorbehalten.

 

Es ist schon ziemlich makaber, wie es die israelische Regierung wieder einmal geschafft hat, den jüdischen Siedlern die Opferrolle zuzuschieben- diesmal in Sachen Gazaabzug.

Ariel Scharon, der alte Haudegen der Einheit 101, plante die Dramatik des Gazaabzuges zu einem globalen Medienspektakel zu gestalten, indem er diesen Abzug möglichst dramatisch gestalten ließ und als Gegenmassnahme dafür weitere Gebiete der Westbank annektiert, genau informiert darüber, das Israel damit erneut gegen internationales Recht, gegen die IV.Genfer Konvention sowie gegen die Road-Map verstößt.

Und was von vielen Medien im besten Falle ignoriert, aber z.T. auch als "Verschwörung" abgetan wurde, nämlich, das der Gazaabzug zu einem "riesiges Medientheater" verkommt, um so auf das Leid der jüdischen Siedler hinzuweisen und sich damit aus Sicht der israelischen Regierung eine Legitimation für den Siedlungsausbau in der Westbank zu verschaffen, wurde am Montag, dem 22.August 2005 eindrucksvoll bewiesen, und das ausgerechnet von zwei israelischen Journalisten.

Der eine, Mitarbeiter der israelischen Jedioth Aharonot namens Nahum Barnea, erklärte, das die israelische Regierung einen überproportional hohen Anteil an ausländischen Journalisten in den Gaza einreisen ließ, um somit das "Leid der Vertreibung" in die Welt hinauszutragen.
Und den Soldaten, so Barnea, wurde beigebracht, das nicht wichtig ist, was sie tun, sondern das es darum geht, wie sie es tun- und das möglichst dramatisch!

Im Klartext: Möglichst dramatisch den Gazaabzug aussehen zu lassen.
Eine jüdische Familie hat dazu extra gleich 3 internationale TV-Teams in ihr Haus bestellt, damit diese die Räumung ihres Hauses möglichst dramatisch in die Welt hinauszutragen.

Dazu erklärte der israelische Militärkorrospondent Ron Ben Jischay:
Der Vater der Familie hat, aber erst als die Kameras liefen, die Soldaten beschimpft und bedroht, so das diese sich zur Wehr setzten und den jüdischen Siedler aus dem Haus tragen wollten.
Nachdem die Kameras jedoch ausgestellt wurden, war alles wieder gut.

Beide Journalisten, sowohl Barnea als auch Jischay, erklärten, das Ariel Scharon dieses Medienspektakel bewusst herbeigeführt hat, damit kein Israeli, kein jüdischer Siedler oder sonst wer zukünftig von einer israelischen Regierung verlangt, weitere jüdische Siedlungen zu räumen.

Und genau das, so Barnea, spielt Ariel Scharon genau in die Hände.
Denn nun hat dieser aufgrund der "Dramatik" und "Traumatisierung" der israelischen Bevölkerung durch das Theater Gazaabzug in der Westbank freie Hand, kann weitere Gebiete annektieren, denn niemand wird die Räumung weiterer jüdischer Siedlungen vor dem Hintergrund "Theater Gazarückzug" verlangen können.

Die dummen, das sind wieder einmal die Palästinenser.
Diese dürfen ihren Traum vom eigenen Staat vorzeitig begraben, denn die globalen Medien haben dazu beigetragen, das durch das inszenierte "Medienspektakel Gazaabzug" Scharon nun in der Westbank schalten und walten kann wie er möchte.

Denn wer wird es den jüdischen Siedlern in der Westbank nun zumuten wollen, das gleiche Drama wie ihre Brüder im Gaza erleben zu müssen.

Andreas Friedrich, Düsseldorf

www.Profi-reporte.de


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