Leserbrief von Andreas Friedrich: Welche Chancen hat nun noch ein Staat Palästina?
Avigor Lieberman hat es in die Regierung in Tel Aviv geschafft.
Ehud Olmert, dem unsere westlichen PolitikerInnen regelmäßig den Hof und die Aufwartung machen, holt den rechtsradikalen Lieberman und dessen Israel Beitenu in die Koalition.
Ein Aufatmen geht wohl nicht nur durch die (Yescha) Siedlerkreise in den Westbank.
Doch welche Folgen wird dieser Schritt haben?
Fakt ist: Avigor Lieberman lehnt das Existenzrecht der Palästinenser in den Westbank ab, somit auch einen Staat Palästina in den 67-er Grenzen.
Und geht es nach Lieberman, werden lieber heute als morgen die Busse bestellt, welche die Palästinenser aus den Westbank nach Jordanien oder sonst wohin deportieren.
Jedenfalls hat der Schritt Olmerts, Lieberman in die Koalition zu holen, die jüdischen Siedler sowie deren illegalen Siedlungen in den Westbank gestärkt.
Ein Indiz dafür ist die Tatsache, das in den Westbank, statt die illegalen Siedlungen zu räumen, diese mit politischer Unterstützung und Gelder der westlichen Welt auf- und ausgebaut werden.
Für einen Staat Palästina sieht es somit düster aus.
Die Trennmauer und die Annektion weiter Teile der Westbank (z.B. das komplette Jordantal) sind ein Indiz, ein weiteres neues ist eben Avigor Lieberman und dessen Partei, welche nun die Politik der Regierung des jüdischen Staates mitbestimmen.
Die Annektion Ost-Jerusalems, das Abschneiden Bethlehems von den Westbank sowie der Bauplan "E-1" wurden an entsprechender Stelle von mir schon öfters erwähnt.
Ein Freund der Palästinenser ist weder Lieberman noch Zionist Olmert.
Die Beweise liegen bereits auf dem Tisch und sind durch die Politik des Staates Israels täglich präsent.
Andreas Friedrich, Düsseldorf
http://www.profi-reporte.de
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