Heutiger Newsletter: Palästinafrage spiegelt für Araber westliche Verachtung wider
Der von mir angesprochene Beitrag,
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?cnt=752103,
bringt zwei Dinge klar hervor, wenn vielleicht sogar ungewollt:
Zum einen, das, so steht es ja auch innerhalb des Beitrages, die Araber den Nahost Konflikt instrumentalisieren, um über ihre eigenen Fehler hinwegzutäuschen.
Was aber m.E. viel gravierender ist, ist die Tatsache, das sich die Palästinafrage, der Konflikt, in den arabischen Ländern bei den Menschen auf der Strasse widerspiegelt, mehr oder weniger in ihren Gesichtern abzulesen ist.
Doch was machen wir nun mit dieser Information? Oder besser gefragt: Was machen vor allem die Palästinenser mit dieser weisen Aussage?
Reicht es den Arabern schon aus, wenn ein anderer etwas aus ihren Gesichtern ablesen kann?
Wo waren die arabischen Länder in den letzten 38 Jahren? Welche Unterstützung haben diese den Palästinensern geboten, außer z.T. über Israel zu hetzen und dem Staat Israel zu drohen?
Sah und/oder sieht so die Hilfe aus den arabischen Ländern aus?
Damit haben diese den Palästinensern jedoch keinen Gefallen erwiesen, im Gegenteil, man hat sich gegenseitig aufgeputscht.
Wenn die Menschen in den arabischen Ländern nun von sich sagen, das sie der Konflikt "so sehr mitnimmt", das sie ihre "Brüder in Palästina nicht mehr leiden sehen" können, dann kann ich nur eines sagen: Warum so spät?
In den letzten Jahren hatten gerade die arabischen Länder genug Möglichkeiten, politisch und diplomatisch in den Konflikt einzugreifen, warum haben sie es nicht getan?
Warum wird/wurde sich seit Jahren hinter den USA und der EU versteckt?
Spielen Begriffe wie "politische Partizipation" und "Politische Einflussnahme" in den arabischen Ländern tatsächlich eine untergeordnete Rolle, spielt sich dies tatsächlich auf der Ebene "Groß Reden und nichts tun" ab?
Oder ist auch das Palästina-Problem und die Ignoranz der arabischen Staaten eher zurückzuführen auf eine reine Mentalitätsfrage, getreu dem Motto: Viel sagen, nichts tun?
Verachten sollten die Araber nicht in erster Linie den Westen, sondern in erster Linie sich selbst.
Denn als unmittelbarer Nachbar eines unterdrückten Volkes habe ich als sog. "Bruder" eine Verantwortung, der ich verdammt noch mal auch gerecht werden muss, aber bitte schön nicht so!
Andreas Friedrich, Düsseldorf
www.Profi-reporte.de
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