Betreff: 454- US-Außenministerin wirbt für einen Palästinenser-Staat
Beim Durchlesen des entsprechenden Berichtes ist mir aufgefallen, das die US-Außenministerin Rice so tut, als ob die Gründung eines Staates Palästina erst heute in Angriff genommen wurde, alleine die Überschrift: "US-Außenministerin wirbt für einen Palästinenser-Staat".
Was wir benötigen, ist weder "Werbung" noch kluge Sprüche wie "Israels Regierung darf nichts tun, was eine endgültige Lösung mit den Palästinensern vorwegnimmt".
Wieso sagt Condoleezza Rice nicht deutlich, was sie damit meint?
Wenn es ihr, wie der Bericht uns weismachen will, tatsächlich um die illegalen jüdischen Siedlungen in der Westbank geht, so muss sie dies bitte schön auch sagen!
Alles andere ist Auslegungs- und Interpretationssache, aber keine ernsthafte Aufforderung.
Welche Verpflichtung sollte die israelische Regierung bitte schön eingehen, wenn die Außenministerin der USA, Condoleezza Rice, nicht mal in der Lage ist, Klartext zu reden?
Es ist lange genug Hin und Her geredet und diskutiert worden.
Wir benötigen, um diesen für alle Beteiligten leidigen Konflikt ein für allemal zu beenden, endlich klare Aussagen, Aufforderungen, Bekennungen zur Verpflichtung wie auch die entsprechend darauf abzielenden Handlungen- aber
beiderseitig.
Wie das aussieht?
Die PA entwaffnet und löst die militanten Palästinensergruppen auf, und die israelische Regierung beendet ein für allemal den Bau und Ausbau der illegalen Siedlungen, löst ihre Verpflichtungen gemäß der Road-Map ein und beendet die Strategie, aus dem Gazastreifen ein Gefängnis zu machen.
Solange wie diese Voraussetzungen nicht geschaffen werden, sind alle Aufforderungen und "Werbesprüche" für einen Staat Palästina wertlos.
Das einzige, was jetzt schon klar ist: Die Westbank wird ein Gebiet, bestehend aus Enklaven, aber keinesfalls lebensfähig im Sinne eines Staatengebietes.
Andreas Friedrich, Düsseldorf
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