Tzipora Livni in Europa
Israels Außenministerin und Hardlinerin im Kabinett von Ehud Olmert, Tzipora Livni, ist auf Europatour, und wo immer sie (Livni) aufkreuzt, erwähnt sie, dass die Hamas eine Terrororganisation ist, dass Israel jedoch die palästinensische Bevölkerung nicht bestrafen will.
Von dem andauernden Landraub, der Annexion des Jordantal, dem Mauerbau und der Lage vor allem in Bethlehem ist leider keine Rede, doch wenn Terror verhindert werden soll, dann bitte schön sämtlicher Terror, somit auch der Staatsterror der israelischen Regierung.
Wann war Zipi Livni zuletzt zuhause?
Wie der Leiter des Jerusalemer Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten, David Shearer, am Mittwoch, dem 01.März 2006 erklärte, droht dem Gaza eine Hungerkatastrophe, und zwar aus dem Grund, dass Israels Regierung angeblich aus "Sicherheitsgründen" hat den Grenzübergang Karni schliessen lassen.
Zudem spielen die Knappheit an Lebensmitteln sowie die hohen Preise eine grosse Rolle für die Lage im Gaza.
Und am selben Tag erklärte ein Mitarbeiter des Welternährungsprogramm, WFP, dass selbst die Hilfsorganisationen im Gaza die Sicherheitsvorkehrungen Israels zu spüren bekommen.
Da frage ich mich, was Livni mit "Wir wollen die palästinensische Bevölkerung nicht bestrafen" meint?
Ist die Strafe in den Augen der israelischen Außenministerin Livni vielleicht erst der Hungertod?
Und wie sagte Dov Weisglass vor knapp 14 Tagen: Wir wollen, dass sie (die Palästinenser) dünner werden. Wir wollen aber nicht, das sie sterben".
Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage im Gaza sowie den hochtrabenden Ausführungen seitens Frau Livni bekommt der Spruch von Weisglass eine vollkommen neue Bedeutung.
Gibt es eigentlich auf dieser Erde noch einen demokratischen Staat, der seine Nachbarn dermassen erniedrigt?
In diesem Sinne Frau Livni, fahren Sie lieber per One-Way Ticket nach Hause und sehen Sie bitte vor Ort, was ihre Regierung, somit auch Sie, mit den Menschen im Gaza macht.
Oder sind die Palästinenser in ihren Augen keine Menschen, fast könnte der Eindruck entstehen.
Gute Heimkehr!
Andreas Friedrich
www.profi-reporte.de
Düsseldorf
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