Hilfsprojekt für palästinensische Flüchtlinge im Libanon
Präsentiert von: Thomas Kukovec
www.thomaskukovec.com
Spendenkonto: 50207165300 BLZ: 12000
Stichwort: Libanon / Thomas Kukovec
Juni 2006
Derzeitige Flüchtlingssituation im Libanon:
Der Libanon gilt als das Flüchtlingsland Nummer 1 im gesamten nahen und mittleren Osten. Nirgends anders wo im arabischen Raum sind Flüchtlinge verschiedener Herkunft so konzentriert und werden dermaßen gettoisiert, an den Rändern der großen Städte. Die Flüchtlinge kommen zum überwiegenden Großteil aus den besetzten Gebieten in Palästina und Israel, aber auch aus Kurdistan, Türkei, Iran, Irak, Ägypten, Syrien, Armenien und Afghanistan.
Vor allem die Situation der palästinensischen Flüchtlinge im Libanon hat sich seit dem Ende des 16-jährigen Bürgerkrieges (1991) nicht gebessert. Im Gegenteil – Während der Libanon zu alter Glanz und Glorie zurückkehrt, wird die Situation der Flüchtlinge immer schlechter.
Die politische Situation im Herkunftsland, im besetzten Palästina, in den palästinensischen Autonomiegebieten, ist aussichtslos geworden. Rivalisierende Palästinensergruppen bekämpfen sich selbst genauso wie die israelische Armee. Zu Hoffen gibt es da wenig für die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon jemals wieder in ihre Heimat zurück zu kehren. Weder die palästinensische, noch die libanesische Regierung kümmert sich ausreichend um die Grundbedürfnisse dieser Menschen. Die UNO und das Rotes Kreuz alleine sind unzureichend, um in den Flüchtlingsslums ein einigermaßen humanes Leben zu gestalten. Zudem ist die politische, soziale und gesellschaftliche Isolation, ohne staatliche – libanesische Sicherheitsorgane in den Lagern, eine weitere leidvolle Tatsache. Das bedeutet, das es keine soziale Sicherheit, keine Chance auf Arbeit und keine Möglichkeit für ein Stipendium, um Bildung im Libanon in Anspruch zu nehmen, gibt. Vor allem die Gefährdung für Leib und Leben ist ein tägliches Risiko. Rivalisierende Milizen in den Flüchtlingslagern kämpfen um die Vorherrschaft, worunter vor allem Kinder sehr zu leiden haben.
Die Flüchtlinge haben vor allem durch die arabischen Regierungen wenig zu erwarten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Flüchtlinge bewusst von den arabischen Regierungen im Status quo eines Flüchtlings gehalten werden, um ihr Leid politisch nutzbar zu machen. Hilfe seitens der Araber ist also nicht zu erwarten.
Die palästinensischen Flüchtlinge sind somit zum Großteil von ausländischen Hilfsorganisationen, Projekten und NGO’s abhängig geworden. Leider gibt es aber auch da noch viel zu wenig Projekte.
Ein großes Problem ist die Korruption, die vor allem arabischer Hilfsorganisationen angelastet wird. Das Vertrauen gegenüber arabischen Ausländern und Palästinensern, die im Ausland leben, ist gleich null.
Die Tatsache, dass wir in Eigeninitiative schon zwei Rollstühle und einige wenige Medikamente übergeben konnten, gibt uns einen Vertrauensvorschuss und Zeit, um nun professionell Hilfsgelder und Güter aufzustellen.
Insbesondere muss in folgenden Bereichen geholfen werden:
- Medizinische Grundversorgung
- Beschäftigung / Arbeit
- Bildung / Ausbildung
- Soziales Leben / Jugendarbeit
Projektbeschreibung:
bereits geleistete Arbeit
- Es existieren bereits 25 angelegte Akten über Menschen mit Behinderung, Menschen mit einer dringend erforderlichen Operation, und Menschen die an einer längerfristigen Krankheit laborieren und spezielle Medikamente oder Behandlungen benötigen. Des weiteren haben wir duzende Fotos von Menschen, die noch nicht in einer Krankenakte / Personalakte erfasst worden sind, die jedoch an einer Krankheit laborieren, oder sich in einer anderen sozialen Notsituation befinden und dringend Hilfe benötigen
bisherige Erfolge
- Bisher wurden 2 Rollstühle und einige Medikamente an Bedürftige übergeben. Die Geldmittel dafür kommen von privaten KleinspenderInnen.
Partner
- Zusammenarbeit gibt es mit mehreren Privatleuten, die mit ähnlichen selbstinitiierten Projekten schon einiges erreicht haben (Künstler, Lehrer).
Des weiteren sind wir mit folgenden Organisationen vernetzt:
NABAA: Developmental action without borders – www.nabaa-lb.org
MISOF: Media Information Service Office – www.misof.net
Bahet for Studies: www.bahethcenter.org
SHO3LA: Arab youth for change – “case study on Palestineans in Lebanon
INASH ASSOSIATION: Verkauft traditionelle palästinensische Stickerein (fair trade project).
MitarbeiterInnen und Volontäre vor Ort
- Thomas KUKOVEC (Projektleiter), Youssef Fayyad (Palästinenser / Shatilla camp), Alaa Helou (palästinensischer Student / Shatilla camp), Ayman Daher (Palätinensischer Souvenierladenbeitzer / Shatilla camp), Ghabi Jammal (palästinensisch - libanesischer Journalist / Beirut)
weitere Vorgehensweise
- Geplant ist der Kauf und die Übergabe weiterer Rollstühle und Medikamente. Wir setzen auf Direkthilfe ohne bürokratische Stolpersteine. Geplant ist auch die Fortsetzung des Anlegens weitere Kranken / Personal – Akten, um damit weitere Hilfe zu dokumentieren und zu rechtfertigen.
künftige Projekte
- In Planung steht auch das Veranstalten von Naturerlebnistagen für Flüchtlingskinder: Dafür benötigen wir Geldmitte für Bus, Jause und Betreuungspersonal. Dem Flüchtlingsalltag zu entkommen und einem Kind die Natur nahe zu bringen kann für das innere Gleichgewicht, eines ständig unter Stress stehenden Kindes, eine Form der Therapie und Entspannung darstellen.
- Des weiteren möchten wir Schulgeld und Stipendien für ausgesuchte SchülerInnen und StudentInnen bereit stellen. Die Bildung im Libanon ist privat und dem entsprechend teuer. Bildung ist oft nur die einzige Möglichkeit einen Beruf zu erlernen oder weiter zu studieren und damit die einzige Möglichkeit aus der Tristigkeit des Flüchtlingslagers zu entkommen.
- Außerdem möchten wir mit der INASH assosiation ein Kooperationsprojekt mit Österreich aufbauen. Inash vertreibt, die von palästinensischen Flüchtlingsfrauen gestickten Jacken, Kleider und Pölster – Der Vertrieb der Waren über die Homepage von der „palästinensischen Gemeinde“ wäre eine weitere Möglichkeit einigen Flüchtlingsfrauen ein Einkommen zu sichern.
Finanzierung und Investition
- Um schell und unbürokratisch helfen zu können werden die Spendengelder umgehend verwendet. Vor Ort werden Rollstühle und Medikamente gekauft, bzw. Arztrechnungen direkt bezahlt. Zu jedem Klienten gibt es eine Akte mit Foto und eine Rechnung des gekauften medizinischen Gegenstandes (Rollstuhl) bzw. eine Kopie des Rezeptes oder des ärztlichen Artestes. Die gesamte Krankenakte wird mit Angabe des Verwendungszweckes, Rechnungen etc. direkt nach Wien weiter geleitet, um eine lupenreine und jederzeit für SpenderInnen einsehbare Buchhaltung zu gewährleisten.



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