Unterbundener Vortrag von Herrn Dr. Ludwig Watzal in Graz
Sehr geehrter Herr Universitätsrektor Professor Dr. Gutschelhofer,
mit Bestürzung erfahre ich, dass Sie, aufgrund verleumderischer Pressionen von Diffamierungsgruppen (nur um so etwas kann es sich gehandelt haben!) eine für dem 10 November angekündigte Vortragsveranstaltung des anerkannten Nahost-Experten Herrn Dr. Ludig Watzal, Bonn untersagt haben.
Herr Dr. Watzal ist, neben seiner Tätigkeit als Dozent an der Universität Bonn, wissenschaftlicher Mitarbeiter einer geachteten Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland, der "Bundeszentrale für Politische Bildung".
Herr Dr. Watzal hat durch frühere Veröffentlichungen und Vorträge hinreichend unter Beweis gestellt, wie sehr er, in seiner Eigenschaft als politischer Wissenschaftler, seinen eigenen Beitrag für einen ehrlichen und jede Seite in ihren Interessen berücksichtigenden Frieden in Israel/ Palästina beizutragen bereit ist.
Sie, sehr geehrter Herr Professor Dr. Gutschelhofer, als Inhaber des Hausrechtes in der hochgeschätzten Grazer Karl-Franzens-Universität, haben einen lange geplanten und vorab genehmigten Vortrag des Herrn Dr. Watzal an Ihrer Universität zu verhindern gewusst.
Es ist mir vollkommen unverständlich, warum Sie nicht in der Lage waren, die Urheber einer Opposition zu diesem Vortrag als das zu entlarven, was sie gewiss sind: als Feinde des Friedens, als Feinde des friedlichen Zusammenlebens von Juden und Nichtjuden, in diesem Fall in Palästina und in Israel.
Jeder Universitätsrektor verfügt über einen hinreichend ausgestatteten Apparat, sei es in den Instituten, sei es durch anderweitige Recherche, um zweifelsfrei festzustellen, wer Herr Dr. Watzal ist, was ihm am Herzen liegt und wofür er eintritt.
Auch hätte es für Sie eine Leichtigkeit sein müssen, die Natur des oder der Verleumder zu erkennen, der oder die bei Ihnen in schäbiger Weise vorstellig wurden um Ihnen ein Gespenst von Feindseligkeit und Untoleranz an die Wand zu malen.
Dass Dr. Watzal nicht, wie Ihnen offensichtlich von obskurer Seite "eingeflüstert" wurde, kein Antisemit ist, dass Herr Dr. Watzal auch noch nie auf irgendeine Weise das Existenzrecht Israels angezweifelt hat, das festzustellen dürfte für den Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz keinerlei Problem sein.
Ich werde mit Schmerz Ihre Räume betreten, sollte mich selbst wieder einmal ein wissenschaftlicher Kongress nach Graz führen. Wehmut wird mich berühren, daran denkend, dass möglicherweise der Rektor dieser akademischen Einrichtung mit großer Tradition der Mut verlassen hat, dass er Feinden des Friedens nachgegeben hat, anstelle das zu tun, was Aufgabe aller Wissenschaft ist:
dem akademischen Diskurs, auf der Suche nach Wahrheit (oder Wahrheiten), allemal auf der Suche nach einer besseren Welt, seinen Einfluss geltend zu machen.
Ein Gefühl des Schreckens überkommt mich, wenn ich daran denke, dass wieder einmal von österreichichem Land Gerechtigkeitssinn und Friedenswille ein Stoß versetzt werden könnte. Akademiker sind schließlich auf besondere Weise dazu aufgerufen, ethisches Verhalten und Gerechtigkeit unter den Völkern zu befördern.
Hochachtungsvoll
Günter Schenk
- membre du "collectif judéo-arabe et citoyen pour la paix" Strasbourg
- Sprecher des "Aktionsbündnis für einen gerechten Frieden für Palästina"
- Coordination de l'Appel de Strasbourg pour und Paix Juste au Proche Orient
http://www.saar.at/pdf/Watzal_Einladung.pdf
Wehret den Anfängen! Wer zu Verbrechen schweigt, macht sich mitschuldig!
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