Archiv der
letzten Tätigkeiten - Oktober 2006
Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra
Tag: 19. Oktober 2006
Zeit: 19 Uhr
Ort: Hörsaal 1 des Anatomischen Institutes,
Währingerstraße 13, 1090 Wien
Vortrag
von Prof. Dr. med. Siegwart Horst GÜNTHER
mit Filmvorführung und anschließender Diskussion
Seit dem Irak-Krieg 1991 verwenden die USA und ihre Verbündeten Uranmunition, auch „DU-Muni-tion" genannt. Eine international geächtete Massen-Vernichtungswaffe, deren Technologie unter anderem von den deutschen Firmen Rheinmetall und MBB
entwickelt wurde. Hergestellt wird Uranmunition aus den billig zu habenden Uranabfallen der Atomkraftwerke und der Atombombenproduktion. Statt in teure Endlager gelangt der Atommüll in Waffenschmieden und von dort als panzerbrechende Munition auf die Schlachtfelder des „Krieges gegen den Terrorismus": Irak II, Kosovo, Afghanistan, Irak III, Libanon. Wo er noch heute liegt!
Die US-Regierung gab zu, allein 1991 im Südirak 375 Tonnen Uranmunition eingesetzt zu haben.
Eine Urangranate dringt durch herkömmlichen Panzerstahl wie ein heisses Messer durch Butter. Dabei verbrennt ein grosser Teil des Urans unter enormer Hitze und es entsteht radioaktiver Feinstaub in Nanopartikel-Größe. Etwas vom Gefährlichsten, was man sich vorstellen kann. Denn der Hauptbestandteil dieses strahlenden Feinstaubes, Uran 238, hat eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren! Die radioaktiven Feinstaubpartikel können durch jede Zellwand wandern, sie überwinden die Schranke zwischen der werdenden Mutter und ihrem ungeborenen Kind. Sie strahlen ständig und schädigen das umliegende Gewebe und die Erbsubstanz.
Die Folgen sind vor allem Krebserkrankungen und Erbschäden: Nach dem Irak-Krieg
schnellte die Zahl der Krebserkrankungen dort in die Höhe. Während 1990 in der
Region Basra 15 Kinder an Leukämie erkrankten, waren es 2003 über 190! Heute sind es über 200. Alarmiert sind die Ärzte auch von der hohen Zahl von Menschen, die an mehreren Krebsarten gleichzeitig erkranken.
Fehlgeburten und Neugeborene mit schweren Mißbildungen nehmen ebenfalls rasant zu. Die Folgen der
Verstrahlung werden für den gesamten Globus verheerend sein, denn der radioaktive Feinstaub ist
wasserlöslich und wird von Wind und Wasser über den Erdball verteilt. Messungen in England zeigen,
dass der Staub auch schon in Mitteleuropa angekommen ist. Es ist ein Problem, das alle betrifft.
Dem Arzt Prof. Dr. med. Siegwart Horst Günther, der zwei Jahre bei Albert Schweitzer in Lambarene
gearbeitet hat, kommt das Verdienst zu, unermüdlich auf die Menschheitsgefährdung aufmerksam
gemacht zu haben, die diese Waffe darstellt. Der Regisseur Frieder Wagner hat mit ihm zusammen den
Film "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra" gedreht, der bald auch als Kinofassung zu sehen
sein wird.
Wir werden im Anschluss an den Film zusammen mit Prof. Günther und dem Regisseur über die
Zusammenhänge diskutieren.
Einladung zum Ramadanfest in der Palästinensischen Gemeinde
Ort: 1030 Wien, Kegelgasse 25

Filmreihe: Palästina - Entwicklung hinter Mauern
Tag: 12. Oktober - 26. Oktober 2006
Zeit: 20 Uhr
Ort: Dar al Janub, Kleistgasse 8/3, 1030 Wien
Eintritt frei
Mehr Infos unter:
www.dar-al-janub.net/palaestina
KABILA - musikalische Begegnung zwischen Orient und Okzident
Tag: Monatg, 30.10.06
Zeit: 20 Uhr
Ort: 1170 Wien, Kulisse, Rosensteingasse 39
Kartenpreis: 17 Euro
Bestellung unter: Tel: +43 / 1 / 485 38 70 und www.kulisse.at
Lieder so weit wie die Wüste, zum Weinen schön! Abados Oud vermittelt mit den von Rosmanith eindringlich bis melodiös geschlagenen Perkussionsinstrumenten und der grenzüberschreitenden Violine von Joanna Lewis orientalische Sehnsucht und Melancholie. Sanft und poetisch erzählt das Trio bitter-süße, hell-dunkle Geschichten, prall voll mit Leben und Geheimnissen! Die Lieder stammen großteils aus Abados Feder oder von libanesischen und palästinensischen Dichtern – zeitgenössische Poesie vertont in melodischer, arabischer Rhythmik.
The music magazine songlines wrote on the CD KABILA (iris-music, distributed by harmonia mundi) „Marwan Abado´s „Kabila“ is sometimes European in flavour, with some experimental touches. His oud and voice blend with violin, percussion and accordion from three Western musicians – it´s one of those collaborations that work quintessentially well. Together they create an impressionistic, mesmerising sound with shades of minimalism and even hints of baroque music. This combination suits Abado´s dreamy songs perfectly – this is a delightful album.”
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