Die Olivenkampagne
2004
IWPS in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Versöhnungsbund
Helfen Sie palästinensischen Bauern und Bäuerinnen, die für sie überlebenswichtigen Oliven zu ernten!
Kommen Sie im Herbst (ca. Ende September bis Ende Oktober) aus Österreich nach Palästina und helfen Sie in einer kleinen Gruppe (6-8 Leute) bei der Olivenernte.
Leben Sie mit der Gruppe und einer Frau aus dem Team von IWPS in einem Dorf, um die palästinensischen Bauern und Bäuerinnen in jene Olivenhaine zu begleiten, die sie alleine nur schwer und unter Risiko erreichen können. Sie haben während dieser Zeit auch die Gelegenheit, das Alltagsleben palästinensischer Familien zu teilen sowie das Dorfleben mit seinen schwierigen und schönen Seiten
kennenzulernen.
Hintergrund
Die Olivenernte ist das zentrale Ereignis im palästinensischen Dorfleben und das Rückgrat der palästinensischen Gesellschaft. Seit dem Beginn der zweiten Intifada im September 2000 hängt das Überleben der palästinensischen Bauernfamilien fast ausschließlich von den Früchten ihres Landes ab: Oliven und Olivenöl sind bei weitem die größten Landwirtschaftsprodukte in der palästinensischen Wirtschaft.
Die Bauern in Salfit (Westjordanland) haben bei der Ernte größte Schwierigkeiten: BewohnerInnen der illegalen israelischen Siedlungen in der Westbank bedrohen, belästigen und attackieren die PalästinenserInnen in ihren Olivenhainen und versuchen, sie zu vertreiben. Das israelische Militär deklariert Olivenhaine regelmäßig zu militärischem Sperrgebiet und hindert die Bauern und Bäuerinnen am Olivenpflücken in der Nähe von Siedlungszäunen und Siedlerstraßen.
Dieses Jahr, mit der Fertigstellung eines großen Teiles der „Apartheidmauer“, sind Hunderte Familien von ihrem Land isoliert worden – Land, von dem ihre Existenz abhängt. Da Tausende von Hektar mit Olivenbäumen für den Mauerbau zerstört oder konfisziert wurden, sind die Bauern und Bäuerinnen unbedingt auf die ihnen noch verbleibenden Bäume angewiesen.
Während der Olivenernte unterstützen israelische FriedensaktivistInnen und ZivilistInnen aus aller Welt die Bauern und Bäuerinnen in ihrem gewaltfreien Widerstand. Ohne internationale Begleitung können sie viele ihrer Olivenbäume nicht erreichen. Die gewaltfreien BegleiterInnen können zudem mithelfen, die Situation der palästinensischen Bevölkerung unter der israelischen Besatzung öffentlich bekannt zu machen.
Ablauf
An vier Tagen pro Woche hilft die Gruppe beim Olivenpflücken im Gastdorf. An einem Tag wird in einem Nachbardorf gepflückt; ein weiterer Tag wird genutzt, um andere Orte und Menschen aus den unterschiedlichen Friedensbewegungen kennenzulernen (PalästinenserInnen, Israelis und Internationale). Ein Tag steht zur freien Verfügung. Sie sollten mindestens einen 2-Wochen-Einsatz in einer Gruppe planen. Die Organisation von Anreise und Kosten sind selbst zu übernehmen. Vor Ort ist ein täglicher Beitrag von €12,-- für einfachste Unterkunft (Schlafsack) und Verpflegung zu leisten.
In Österreich wird für alle TeilnehmerInnen ein Vorbereitungstraining und eine Einführung in die Situation und mögliche Probleme vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Versöhnungsbund organisiert, die in der ersten Septemberhälfte an einem Wochenende
(Do-So) stattfinden.
IWPS hätte gerne vorwiegend Frauen in den Gruppen. Sollte die Gruppe gemischt sein, so ist zumindest auf Geschlechterparität zu achten.
Bei Interesse oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
iwpseurope@gmx.net.
„Die Olive ist das Herz Palästinas.
Helft den palästinensischen Bauern beim Überleben – helft bei der Ernte!“
International Women’s Peace Service/IWPS Internat.
www.iwps.info
Versöhnungsbund, Österr. Zweig
www.versoehnungsbund.at
zurück