Presseaussendung
der palästinensischen Gemeinde in Österreich
Die palästinensische Gemeinde in Österreich möchte ihre Solidarität mit Imam Adnan Ibrahim im Zuge der derzeit gegen ihn geführten Hetzkampagne zum Ausdruck bringen.
Wir stehen hinter Imam Ibrahim und zeigen Verständnis für seinen emotionalen Ausbruch. Der Imam hat durch die barbarischen Angriffe Israels auf den Gaza-Streifen drei Mitglieder seiner Familie verloren. Daher ist es nur verständlich, dass der Imam unter dieser enormen emotionalen Betroffenheit auf diese Weise reagiert hat.
Weiteres verurteilt die palästinensische Gemeinde in Österreich die Massaker Israels gegen die zivile Bevölkerung des Gaza-Streifens aufs Allerschärfste.
Alle internationalen Hilfsorganisationen, sowie die UNO-Kommission für Menschenrechte haben bereits dieses Verbrechen an der palästinensischen Zivilbevölkerung verurteilt. Was Israel derzeit an der palästinensischen Bevölkerung verübt ist eines der größten Verbrechen der Gegenwart.
Trotz UNO-Resolution 1860, die die Angriffe Israels verurteilt und Israel auffordert, ihre Angriffe auf Gaza einzustellen, tötet Israel bis heute in immer grausamerer Weise weitere Zivilisten. Bis zum heutigen Tag sind über 1100 Tote und 5000 Verletzte zu beklagen, die Hälfte davon sind wehrlose Frauen und Kinder. Unter den Opfern sind auch über 15 Ärzte und Sanitäter, Journalisten und UNO-Mitarbeiter.
Die israelische Armee scheut nicht vor der Anwendung von international verbotenen Waffen, wie Streu- und Phosphorbomben, deren Auswirkung fatalste Folgen für die Opfer bedeutet.
Nicht nur über 17 000 Wohnhäuser, sondern auch Schulen, Kindergärten, Spitäler, Moscheen und Rettungseinrichtungen hat Israel bisher zerbombt.
Heute hat Israel den letzten Akt des Verstoßes gegen die  Menschenrechte begangen und
im Beisein des sich zurzeit auf Staatsbesuch befindlichen UNO-Generalsekretärs
Herrn Ban Ki-Moon das UNO Hauptquartier in Gaza, in dem sich die gesammelten Hilfsgüter für Gazas Bevölkerung befanden, bombardiert.
Die palästinensische Gemeinde und die gesamte palästinensische Bevölkerung verurteilen die pro-israelische Haltung der EU, die die Fortsetzung dieses Völkermordes toleriert.
Des Weiteren möchten wir die einseitige, Israel-freundliche Haltung der Medien kritisieren. Wir vermissen eine objektive Berichterstattung, die auch die palästinensischen Vertreter der Gemeinde zu Wort kommen lässt.
Gerne würden wir unsere Meinung und unsere Position zu diesem Konflikt öffentlich machen.
Die palästinensische Gemeinde in Österreich
Wien, 15.01.2009