An
den
Standard
Herrengasse
19-21
1010
Wien
Wien,
10. Oktober 2002
Zu
Ihrem Artikel im Standard vom 9. Oktober 2002 über die
Sommergespräche der Wiener Grünen (Krieg im heiligen Land),
wollen wir Ihnen folgendes mitteilen:
Felicia
Langer wurde mit dem Bruno Kreisky Preis für Menschenrechte
ausgezeichnet. Wegen ihres unermüdlichen Einsatzes für die
Rechte der Palästinenser und ihr Engagement für den Frieden im
Nahen Osten wurde ihr 1990 der Alternative Friedensnobelpreis
verliehen.
Heuer
wurde sie in Israel zu den 50 wichtigsten Frauen von Israel gewählt.
Sie ist israelische Staatsbürgerin und Jüdin.
Die
FRAUEN IN SCHWARZ haben sich, wie viele andere, über die Möglichkeit
Frau Langer und ihre Einschätzung der gegenwärtigen
politischen Lage im Nahen Osten kennen zu lernen, gefreut. Der
Grossteil der ungefähr 130 Anwesenden bei den Sommergesprächen
war an einer echten Diskussion interessiert. Einzig eine kleine,
gut organisierte Störgruppe kam mit der Absicht diese
Veranstaltung zu sprengen, was ihr auch gelungen ist.
Es
ist beschämend, dass Ihre Zeitung so wenig und so einseitig über
die gefährliche Entwicklung im Nahen Osten und ihre
katastrophalen Folgen für die Bevölkerung berichtet,
(zum Beispiel über die strikte Ausgangsperre in palästinensischen
Städten und Dörfern, was der Bevölkerung den Zugang zur
Arbeit, zu medizinischer Versorgung und ausreichender Versorgung
mit Lebensmittel und zur Bildung verwehrt.) jedoch einer solchen
Geschichte, noch dazu nach 2 Monaten, so viel Platz einräumt.
Mit
freundlichen Grüssen
Paula
Abrams-Hourani
für
FRAUEN IN SCHWARZ (WIEN)
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