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Artikel und Meinungen auf dieser Seite, die nicht direkt von der Palästinensischen Gemeinde Österreich stammen, müssen nicht unbedingt der Meinung der Palästinensischen Gemeinde Österreich entsprechen. Alle Rechte vorbehalten.

 

Neue Siedlung schneidet Jerusalem von Hinterland ab
Solidarität gegen Siedlungsbau ist notwendig – Reise nach Palästina


Israel plant, auf besetztem Gebiet im Osten Jerusalems eine neue Siedlung für 50.000 Einwohner zu bauen. Der Plan für das Siedlungsprojekt E1 wurde bereits vor Jahren, noch während des Oslo-Friedensprozesses, veröffentlich, als Israel offiziell den Ausbau der Siedlungen eingestellt hatte. E1 soll die noch verbleibende Lücke im Siedlungsring um Jerusalem schließen. Ostjerusalem wird dadurch vollkommen von seinem Hinterland abgeschnitten. Das Land um die Siedlungen E1 gehört zu einigen palästinensische Dörfern, die vorwiegend von Landwirtschaft leben. Ihnen wird nun die Lebensgrundlage genommen, die Jüngeren werden zur Abwanderung gezwungen.

Das Komitee gegen Häuserzerstörungen bezeichnet die israelische Siedlungspolitik als Matrix der Kontrolle. E1 ist nur ein Teil des veröffentlichten Rahmenplans für Jerusalem, der insgesamt zehn Prozent des Westjordanlands betrifft, einschließlich Ramallah und Bethlehem. Der Rahmenplan umfasst auch Schnellstraßen, Industriegebiete und Wohnsiedlungen. Es geht darum, die palästinensischen Gebiete mit Siedlungen und dazu gehöriger Infrastruktur zu übersäen, um ein zusammenhängendes Territorium – das potentiell ein unabhängiger Staat sein könnte - zu zerstückeln. E1 ist ein großer Schritt in diese Richtung – die Siedlung wird das Westjordanland in der Mitte teilen.

Um auf diese und viele weitere Mechanismen der Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung aufmerksam zu machen und die Bevölkerung in ihrem Widerstand dagegen zu unterstützen, wird im kommenden August eine Solidaritätsreise nach Palästina stattfinden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden unter anderem auch mit dem Komitee für Häuserzerstörungen zusammentreffen wird um sich eine Bild über die Matrix der Kontrolle des Siedlungsbaus zu machen. Darüber hinaus werden sie Bauernfamilien, die von Siedlungen bedroht sind, in ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Die Reise findet unter dem Motto „Risse in der Mauer“ statt und soll Ausdruck der Solidarität und Unterstützung für das Streben der Palästinenserinnen und Palästinensern nach einem gerechten Frieden in Freiheit und Selbstbestimmung sein. Das Programm beinhaltet eine einwöchige Rundreise mit Besichtigungen und Diskussionsveranstaltungen mit politischen, kulturellen und sozialen Organisationen der palästinensischen Volksbewegung, der israelischen Antikriegsbewegung sowie der Bewegung der arabischen Bevölkerung in Israel.


Die zweite Woche der Reise wird der Voluntariatsarbeit mit Bauernfamilien in der Region Bethlehem gewidmet sein, die permanenter Bedrohung durch sie umgebende Siedlungen ausgesetzt sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reise werden eine Woche lang mit den palästinensischen Bauernfamilien auf deren Feldern arbeiten um sie in ihrem täglichen Überlebenskampf zu unterstützen und sie – zumindest für eine gewisse Zeit – vor den Übergriffen der Siedler zu schützen.

Bei Interesse an der Solidaritätsreise nach Palästina kontaktieren Sie:
Österreichisch-Arabisches Kulturzentrum OKAZ
contact@okaz.at

www.okaz.at


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